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18. August 2026

8. hannöverscher Ladies Cup: Wenn Damen reizen und Buben zittern

Am Sonntag, den 16. August 2026, war es wieder so weit: Der 8. hannöversche Ladies Cup brachte Skatspielerinnen und Skatspieler zusammen – mit Karten, Punkten, Ehrgeiz und vermutlich dem einen oder anderen tiefen Seufzer, wenn der Skat mal wieder genau das enthielt, was man nun wirklich nicht gebrauchen konnte.

Herz-lich lachte die Dame

Bei den Damen machte Anne Krebs kurzen Prozess. Mit beeindruckenden 4291 Punkten holte sie sich Platz 1 und damit den Sieg beim Ladies Cup.

Die Konkurrenz musste sich mit den folgenden Plätzen begnügen:

  1. Anne Krebs – 4291 Punkte
  2. Iris Busse – 3469 Punkte
  3. Claudia Dohrmann – 3412 Punkte
  4. Karmen Hattendorf – 3336 Punkte

Anne hatte damit satte 822 Punkte Vorsprung auf Platz 2. Man könnte sagen: Sie hatte nicht nur ein gutes Blatt, sondern hat offenbar auch mit Studenten gespielt.

Mit verstärkten Orchester

Auch beim Mixed-Wettbewerb wurde kräftig um Punkte gerungen. Und hier hatten die Schaumburger Buben ganz offensichtlich nicht mit Zitronen gehandelt.

Karmen und Peter Hattendorf sicherten sich mit stolzen 7979 Punkten den ersten Platz.

Auf Platz 2 landeten die Schaumburger Buben II, Anne Krebs und Thomas Brandt, mit 7235 Punkten.

Platz 3 ging an Tanja Begau und Hartmut Hein, besser bekannt als „Der Bube und seine Pappenheimerin“, mit 6583 Punkten.

Den vierten Platz belegten Iris Busse und Dirk Remmers, die als „Iris & Dirk“ auf 6157 Punkte kamen.

Kleine Skatweisheiten für große Entscheidungen

Zwischen Reizen, Drücken und Stechen hilft es bekanntlich, sich an die überlieferten Weisheiten des Skatsports zu halten.

Zum Beispiel:

„Dem Freunde kurz, dem Feinde lang.“

Was beim Spielen ungefähr bedeutet, zumindest so tun, als wäre alles genau so geplant gewesen.

Auch dieser Klassiker dürfte dem einen oder anderen am Sonntag durch den Kopf gegangen sein:

„Hast du Ass und Zehn gesehen, sollst du von der Farbe gehen.“

Und wenn man dagegen einen König zu dritt auf der Hand hat, gilt:

„König zu dritt, macht immer ’nen Ritt.“

Ob dieser Spruch tatsächlich immer funktioniert, darf allerdings jeder selbst beim nächsten Spiel überprüfen. Die Statistikabteilung des Ladies Cups übernimmt dafür keine Garantie.

Soll ich einen Stuhl holen, damit deine Buben Platz nehmen können?

Natürlich durfte auch ein freiwilliger Preisskat für die Herren nicht fehlen. Freiwillig deshalb, weil man Männern schließlich die Möglichkeit geben muss, selbst zu entscheiden, ob sie sich freiwillig in eine Situation begeben möchten, in der anschließend jemand fragt: „Na, wie viele Punkte hast du denn gemacht?“

Die Antwort darauf fiel bei Peter Hattendorf besonders erfreulich aus: Mit 4643 Punkten sicherte er sich den ersten Platz

Die weiteren Platzierungen:

  1. Peter Hattendorf – 4643 Punkte
  2. Hartmut Hein – 3996 Punkte
  3. Thomas Ropers – 3009 Punkte
  4. Wolfgang Großheim – 2987 Punkte

„Hand hat allerhand“ – aber nicht immer genug

Beim Skat kann man eben vieles planen. Nur die Karten nicht.

Da hilft manchmal nur die alte Erkenntnis:

„Hand hat allerhand.“

Oder – in der etwas nüchterneren Variante:

„Ein Herz hat ein jeder.“

Und sollte das Blatt dann doch einmal so aussehen, als hätte jemand vorm Austeilen sich nicht die Hände gewaschen, bleibt immer noch:

„Null ist das, wo einer keinen kriegen sull.“

Manchmal ist eben nicht die Frage, was man auf der Hand hat, sondern was man daraus macht.

Ein Sonntag voller Karten, Punkte und guter Laune

Der 8. hannöversche Ladies Cup zeigte einmal mehr, dass Skat weit mehr ist als vier Menschen, 32 Karten und eine Punktewertung.

Es geht um Taktik, Nerven, Erfahrung – und um den ganz besonderen Moment, wenn man eine Karte ausspielt und hofft, dass der Gegner gerade das hat, was man möchte, das er hat.

Oder kurz gesagt:

„Beim Grand spielt man Ässe oder man hält die Fresse.“

Am Ende gab es verdiente Siegerinnen und Sieger, spannende Platzierungen und hoffentlich jede Menge gute Laune am Tisch.

Herzlichen Glückwunsch an Anne Krebs, Iris Busse, Claudia Dohrmann, Karmen Hattendorf, die Schaumburger Buben I und II, dem Buben und seiner Pappenheimerin, Iris & Dirk sowie an die erfolgreichen Herren des Preisskats!

Und für alle, die diesmal noch nicht ganz oben auf der Liste standen, gilt eine letzte Skatweisheit:

„Schneider sind auch Leute.“

Beim nächsten Mal wird wieder gereizt, gestochen und gerechnet. Und dann werden die Karten neu gemischt.

Denn nach dem Ladies Cup ist vor dem Ladies Cup!